In der Welt gehen, 

und alles aufheben, betrachten und es irgendwann abzulegen 

vielleicht manchmal später erneut aufheben, erneut betrachten oder von Anfang an beiseite zu lassen,

all dass, um das Dahinter oder das Innerste drinnen zu finden, das auch ausserhalb des Äußersten liegt. 

Alles zu lieben, alles zu glauben, jedem zu Begegnen um die Illusion zu erkennen und alle darauf und darüber gelegten Gedanken und Stimmungen letztendlich oder dazwischen

loszulassen. 

Auch den Versuch. 

Auch diesen. 

Letztendliche Wahrheit

Alles was wahr ist, ist es nicht 

und alles was gebraucht wird, wird es letztlich nicht.

 

 

 

 

 

 

 

über Steine

Allgemeinhin neigt man zur Behauptung das etwa ein in Stein gemeißeltes Bild ewig währt. In meiner Wahrnehmung waren Steine lange Tote Wesen. Aufgrund ihrer Unbewegtheit und Unbelebtheit. Ich befand sie als relativ uninteressant für mich.

Irgendwann hatte ich ein seltsames Erlebnis, ich befand mich in der Nähe von Koblenz am Rhein. An jener Stelle hatte sich der Fluss ein Tal gegraben und innerhalb  einer Biegungen wucherten sich Felsen vom Fluss bis an die obere Kante des Grabens. Der Erste Eindruck des Gebildes ließ mich an eine Wirbelsäule denken, oder das Gebilde ähnelte einer Steinernen Treppe- wobei die einzelnen Stufen mindestens zwei Meter Höhenunterschied hatten. Aber nein das Wirbelsäulen Bild war stärker... Nun ich näherte mich den Steinen am Grat. Setzte mich auf einen der Steine legte meine Handfläche auf den Felsen und schloss die Augen. Nach einigen Momenten riss ich panisch die Augen wieder auf, denn der Eindruck dass der Fels gar keine Dichte hatte- sich aus kleinsten schwirrenden Teilchen zusammensetzte und im Begriff war sich aufzulösen und im selben Moment zu zerbröseln, wobei die Teilchen in alle Richtungen schwirrten, überkam mich mit erschreckender Todes Nähe. Mein Körper zuckte zusammen und kroch auf allen vieren vom Abgrund nach hinten. Nachdem ich die Felsen eine Weile beobachtet und festgestellt hatte, dass sie sich offensichtlich nicht bewegten geschweige denn auflösten, nahm ich meinen Platz erneut ein.   Wieder schloss ich die Augen, dieses Mal versuchte ich den Stein zu spüren. Wieder fühlte und sah ich durch meine geöffnete Hand wie er sich in unendlich kleine Teilchen löste die sich in spiralförmigen Bewegungen wandten. Ich verspürte erst einen enormen Sog nach unten, durch meine Wirbelsäule ziehen, erst sah ich mich selbst, unten auf Flusshöhe stehen und schon war ich mit der Steinernen Wirbelsäule ins innere der Erde gewandert. Die Windungen der Teilchen die langsamer wurde mit der Tiefe aber dennoch als spürbare Bewegung gleichsam unaufhaltsam tiefer drang, durch aber auch um meinen Körper verschob und wurde intensiver- jetzt waren wir am innersten der Erde angelangt und die Teilchen wirbelten um ihren heißen flüssigen Kern. Nun dehnte sich die Windung und stieg erneut durch dunkle Gesteinsmassen mit unterschiedlichen Dichten nach oben, wieder am Fluss mit dem Wasser und der wiedergefundenen Luft schnellte die Spiralige Bewegung der Teilchen nach oben ich sah noch einen Augenblick wie ich auf dem Stein saß - die Teilchen schnellten mich mit nach oben und oben und oben in den Himmel ich sah die Welt unter mir bis der Himmel meine Sicht völlig einschloss. Die Teilchen die Bewegung sog weiter nach oben, und als wir die Atmosphäre der Erde durchstießen fühlte ich auch diese Dichte- die Dichte unserer Atmosphäre- ausserhalb angelangt war es viel weicher, leichter, einen Moment spürte ich die veränderte Kraft in den Teilchen und in  in ihrer Drehung- aber die Bewegung sog erneut an wir wirbelten weiter, wir stiegen weiter, drehten und sprühten uns aus dehnten und sogen weiter hinaus an Sternen vorbei und immer vorbei in die Schwärze und es hörte nicht auf.... ich weiss nicht genau was dann war aber ich weiss dass ich wieder meinen Körper spürte- immer noch das Wirbeln und drehen der Teilchen ich war immer noch Teil der Spirale. ich öffnete meine Augen und sah. Jetzt erkannte ich den Ort. Es war Tatsächlich eine Wirbelsäule der Erde. Und ich wurde mir bewusst, dass die Bewegung nicht stoppte, obwohl ich meine Augen geöffnet hatte, obwohl ich sah dass weder mein Körper noch der Stein seinen Platz verlassen hatten spürte ich die Spirale Bewegung weiterdrehen ziehen und sogen. ich fragte mich ob die Bewegung im Begriff war aufzusteigen oder wieder in die Erde zu sinken, und erkannte, das sie keine der Bewegungen beendet hatte- eine doppel Helice - sie stieg ewig nach unten umrundete den Erdkern und erhob sich ewig nach oben ins All. Sie lief durch diesen Ort und durch meinen Körper und die Steine waren die Träger, sie waren die physischen Herzen die diese Bewegung übertrugen, sie gaben ihre Teilchen, - die Steine tanzten!

Manchmal vergesse ich das. Aber mein Verhältnis zu den Steinen hat sich verändert. Lange Zeit hatte ich Angst dass die Berge sich auflösen, das die Erde zerfallen könnte so wie ich im Ersten Moment zurückzuckte, aus Angst... 

Ich konnte den Steinen nicht mehr vertrauen, wenn sie nur aus kleinen schwirrenden Teilchen bestünden, könnten sie mich nicht tragen, die ganze Erde könnte mich nicht mehr tragen, es War erschreckend! Bis ich bemerkte, dass auch ich mich in den Strom begeben konnte.

Nicht alle Steine haben sich entschieden. Nicht alle Dinge haben sich entschieden diesen Tanz zu tanzen. Nicht alle Menschen haben sich entschieden diesen Tanz zu tanzen, aber wir alle können und dürfen...

 

ich sehe in dein linkes Auge und lege einen Stein in deine Hand

 

 

 

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